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Vogel des Jahres 2001

Haubentaucher

Der Haubentaucher ( Podiceps cristatus)

ist ein überall an großen Teichen und Seen vorkommender entengroßer Wasservogel. er gehört zur Familie der Lappentaucher und trägt anstelle von Schwimmhäuten an den 3 Vorderzehen beiderseits breite Lappen und ebensolche flachen Nägel. Er hält sich fast immer auf dem Wasser auf, denn er läuft und fliegt schlecht.

Fuß eines Haubentauchers

Zum erstenmal fiel die Wahl auf einen Wasservogel. Damit soll auf die Gefährdung unserer Gewässer und ihrer Bewohner aufmerksam gemacht werden.

In Deutschland gibt es nach Angaben des Naturschutzbundes etwa
22 000 bis 32 000 Brutpaare. Wie die meisten Wasservögel wird auch der Haubentaucher von der Freizeitgesellschaft gejagt. Ein einzelner Surfer reicht aus, um bis zu 90 Prozent der rastenden Wasservögel im Umkreis von einem halben Kilometer zu verscheuchen. Hinzu kommt, dass sich jährlich Hunderte Vögel in Fischernetzen verfangen und ertrinken.

Im Brutkleid kann der Haubentaucher mit keiner anderen Art verwechselt werden. Männchen und Weibchen haben dann eine zweigeteilte schwarze Haube und einen rotbraunen, am Rande schwarzen Federkragen. Die Kehle, Kopfseiten und die übrige Unterseite sind atlasweiß. Die Oberseite graubraun.

Nest eines Haubentauchers

Das Nest ist ein großer, meist schwimmender Haufen faulenden Pflanzenmaterial, der nur etwa ein Drittel aus dem Wasser ragt. Das Nest wird von beiden Partnern gemeinsam an freien Stellen des Schilfgürtels angelegt. Der Anteil des Weibchens beim Bebrüten der 3 -5 Eier ist größer als der des Männchens. Die Ablage der Eier erfolgt im Abstand von 48 Stunden und die Bebrütung erfolgt schon von der Ablage des ersten Eies an.

Die Jungen, die nach 25-29 Tagen schlüpfen sind zwar sofort tauch-

und schwimmfähig, werden die ersten 6 Wochen aber von den Eltern auf dem Rücken getragen und mit kleinen wirbellosen Tieren gefüttert. Die Jungen werden sehr lange, bis in den Herbst, gepflegt. Im Dunenkleid sind Kopf und Hals auf weißem Untergrund schwarzbraun gestreift; am Scheitel befindet sich eine dreieckige, rote Blesse und dahinter ein großer weißer Fleck.

Junge Haubentaucher

Es wird jährlich nur eine Brut durchgeführt.

Der Ruf der Haubentaucher ist das ganze Jahr über ein tönendes, trompetendes „errrr“ oder in der Balz ein wiederholtes “käk käk“.

grüne Flächen sind Brutgebiet

Die Populationen im nördlichen und östlichen Europa sind Zugvögel, in den übrigen Gebieten Strich- und Standvögel.

Fische, Schnecken, Frösche, Molche, Wasserinsekten, meist tauchend erbeutet, bilden die Nahrung.
 

Als Fischfresser bei den Fischern nicht gern gesehen.

 

Letztes Update: Sonntag, 3. September 2017