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Vogel des Jahres 2002

Der Haussperling ( Passer domesticus )

Dieser Vogel gehört weltweit zu den bekanntesten Tieren. Wer kennt ihn nicht, den kleinen, süssen, frechen Spatz, der am liebsten mit einem das Picknick teilen würde. Mit einem Körpergewicht von etwa 25 g und einer Grösse von knapp 15 cm ist er zwar klein, aber er hat sich eng an den Menschen angepasst und Schutz gefunden.

Zum erstenmal wurde ein Vogel als Jahresvogel bestimmt, der z.Z. noch relativ häufig vorkommt und von uns kaum beachtet wird.

Dennoch tragen wir, meist unbewusst, zur Reduzierung seines Bestandes bei. Als Höhlenbrüter hat er sich dem Menschen und seinen Behausungen eng angeschlossen. Durch Sanierung der Gebäudefassaden und das Aufbringen von nachträglichen Wärmedämmungen werden vorhandene Nischen, die in der Vergangenheit Bruträume für den Haussperling darstellten, immer weniger. Aber nicht nur der Brutraum wird dem Haussperling entzogen, sondern auch die Nahrungsgrundlage. Und warum? Weil, dank chemischer Ungeziefer-Vernichtungsmittel, kaum noch Futter für die Jungenaufzucht in ausrei-chender Menge zur Verfügung steht.  Die Altvögel sind ausgesprochene Körnerfresser.

Das Nest ist ein grober Bau aus Stroh- halmen, Würzelchen, Woll- und Bindfäden, Papierstückchen der im Inneren mit vielen Federn ausgepolstert ist.

Als Neststandort werden Höhlungen an Gebäuden, unter Dachziegeln, Jalousiekästen u.ä. aber auch Nistkästen benutzt. Größere Horste von Greifvögeln und Störchen, wo in den sperrigen Wänden Nester errichtet werden, dienen ebenso als Niststätte wie Mehlschwalbennester. In Ermangelung an geeigneten Höhlen kommen auch freistehende Nester vor.

Von April bis August werden drei bisweilen auch vier Bruten durchgeführt. Die Gelegestärke beträgt 5 – 6 Eier, welche in 13 Tagen ausgebrütet werden.

Aus Nistkastenkontrollberichten der Vogelschutzfachberater aus den Kleingartenvereinen geht hervor, dass neben der Erfassung der Brutvogelarten in der Vergangenheit auch die Reduzierung der Sperlinge eine Rolle spielte

 

Belgische Ornithologen haben herausgefunden, dass 75 % aller Spatzen nicht mal ein Jahr alt werden.

Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal der Männchen zwischen dem Haussperling und dem Feldsperling ist die Kopfplatte, welche beim Haussperling ein graues Aussehen hat.

Zur Unterstützung der Ansiedlung des Haussperlings dient das Aufhängen von Nistkästen mit einem Fluglochdurchmesser von 32 – 34 mm, die auch von anderen höhlenbrütenden Vogelarten angenommen werden.

Dreieckshöhle
oder bayrischer Nistkasten

Download der Nistkastenanleitung für Dreieckshöhle (Bayrischer Nistkasten) im pdf-Fomat

 

Letztes Update: Sonntag, 3. September 2017