Eberesche                 Feuerdorn                 Vogelmiere

Die Eberesche oder bekannter unter dem Namen Vogelbeerbaum ist wohl der bekannteste Lieferant von Beeren für die Vogelfütterung. 63 freilebende Vogelarten wurden bisher als Fresser der Vogelbeeren festgestellt.

Merkmale: Es ist ein Strauch oder bis 10 m hoher Baum, oft mehrstämmig, mit hellgrauer, glatter Rinde.

Bis 20 cm lange, unpaarig gefiederte Blätter, wechselständig; länglich-lanzettlich bis elliptisch-eiförmige Fieder, scharf gesägt, in 4-9 Paaren angeordnet, anfänglich auf der Unterseite dicht behaart, später kahl.

Weiße Blüten in filzig behaarten, vielblütigen Doldenrispen, mit 4-5 mm langen Kronblättern, meist aber 3 Griffeln, stark duftend. Kugelige orangerot bis scharlachrote Früchte. Im Durchmesser ca. 1 cm groß.

Standort: Lichte Laub- und Nadelwälder, bis zur Waldgrenze aufsteigend; gedeiht besonders gut auf nährstoffarmen und sauren, also kalkarmen Böden. Häufig angepflanzt in Gärten und an Straßenrändern.

Futter: Das Reifestadium erreichen die Beeren im August/September. Sie können dann frisch verfüttert werden oder auch luftgetrocknet oder gefrostet für eine spätere Fütterung konserviert werden.

Das Frosten hat gegenüber der Lufttrocknung den Vorteil, dass der hohe Vitamin A und Vitamin C-Gehalt erhalten bleibt.

Die Beeren werden von zahlreichen Körner- und Weichfressern gerne genommen, geschrotet bilden sie einen wichtigen Bestandteil vieler Weichfresser-Futtersorten.

Luftgetrocknete Ebereschenbeeren sind auch hervorragend für die Winterfütterung der freilebenden Vögel geeignet.

Eine beliebte Nahrungspflanze sowohl für freilebende Vögel wie auch für unsere Volierenpfleglinge stellen die Früchte des Feuerdorns (Pyracantha coccinea) dar.

Der Feuerdorn gehört zur Familie der Rosengewächse. Je nach der Sorte kommt er kriechend oder bis zu 4 m hohen Sträuchern vor. Im Mai/Juni zieren ihn weiße Doldenblüten. Die Reife der Früchte setzt im September/Oktober ein. Die Früchte halten sich bis in den Winter am Strauch. Je nach der Sorte sind sie gelb, orange oder rot gefärbt.

Wird als Zierstrauch in Gärten und Parks gepflanzt. Am sonnigen Platz blüht und fruchtet Feuerdorn am reichsten. Kommt gut mit trockenem Boden zurecht. Besonders üppig wird er in lockerer kalkhaltiger Erde. Der Feuerdorn ist ein immergrüner Strauch. Wegen seines dichten Wuchs und der vorhandenen Dornen wird er auch gern als Niststandort von Gebüschbrütern angenommen.

Viele Körner- und Weichfresser von Kanariengröße an, auch Täubchen, Wachteln und andere Hühnervögel nehmen die Beeren unterschiedlich gern zu sich. Papageien und Großsittiche sind ganz begeistert von den Beeren.

Die Beeren können frisch mitsamt den Ästen gegeben werden. Es lohnt sich die Beeren zu pflücken und als Wintervorrat einzufrieren. Tiefgefroren scheinen sie den Vögeln noch besser zu schmecken. Aber auch luftgetrocknet und geschrotet können sie der Körnerfuttermischung beigegeben werden.

Blütendolde

roter Beerenschmuck

 

gelbe Zuchtform

auch bekannt unter den Namen: Sternmiere, Hühnerdarm, Hühnermyrte, Mäusedarm, Mairisch

Beschreibung: Eine ein- bis zweijährige, zierliche, kleine Pflanze mit einer zarten Hauptwurzel und zahlreichen Nebenwurzeln. Der Stengel ist niederliegend und aufsteigend oder aufrecht, oft reich verzweigt, 5—30 cm lang, zerbrechlich, einreihig behaart, an den Knoten oft wurzelnd. Die Blätter sind gegenständig, eiförmig, spitz, die unteren langgestielt, die oberen sitzend. Die Blüten wachsen auf blattachselständigen, langen, dünnen Stielen. Die Kelchblätter sind eiförmig-lanzettlich, einnervig und wollig. Die Kronblätter sind kürzer oder ebenso lang wie der Kelch, weiß und tief gespalten. Die Frucht ist eine länglich-eiförmige Kapsel mit graubraunen, etwa 1,5 mm langen, nierenförmigen bis fast runden Samen, die an der Oberfläche in parallelen Reihen warzige und sternförmige Auswüchse aufweisen.

Blütezeit: Vor allem März bis November, häufig jedoch das ganze Jahr.

Verwertbare Teile: Die ganze Pflanze dient als Nahrung, wobei die frischen, saftigen Blätter und Triebe, die Blüten und die Samenkapseln besonders begehrt sind. Leider welken abgepflückte Pflanzenteile sehr schnell und werden dann von den Vögeln nicht mehr beachtet. So ist es ratsam, die Vogelmiere in Blumentöpfe oder Blumenkästen zu pflanzen oder auszusäen und in diesen den Vögeln zu bieten. Nach dem Abfressen der saftigen Grünteile werden die Pflanzen nach draußen oder auf die Fensterbank gestellt, wo sie alsbald frisch sprießen. So kann den Vögeln auf einfache Weise stets ganz saftige Vogelmiere geboten werden. Außerdem haben sie durch das Abbeißen von der lebenden Pflanze das Vergnügen der natürlichen Futteraufnahme.

Vogelarten: Nahezu alle körnerfressenden Vögel nehmen die Vogelmiere gern. Sie ist ein hervorragendes Aufzuchtfutter, dem allein häufig der Erfolg einer gelungenen Brut zuzuschreiben ist.

Vorkommen: Die Vogelmiere zählt zu den typischen Ruderalarten. Besonders gedeiht sie auf fruchtbaren Böden, wo sie dichte Horste ausbilden kann. Man findet sie auf Feldern und in Gärten. Vor allem in Frühbeeten, Gewächshäusern und auf anderen intensiv bewirtschafteten Flächen im Garten- und Gemüsebau ist sie oft unbeliebt, obwohl sie das Ungeziefer anzieht und von den Nutzpflanzen ablenkt. Die Pflanze ist ein Stickstoffanzeiger.

Allgemeines: Die Samen, von denen an einer Pflanze mehrere Tausend reifen, bewahren ihre Keimfähigkeit im Boden bis zu 20 Jahren. Am besten keimen sie in einer Tiefe von 1-2 cm. Das frische Kraut, vor allem jedoch die Knospen und Samen sind ein beliebtes Futter für Singvögel und Geflügel. Viele Samen durchlaufen den Verdauungstrakt von Haustieren und Geflügel und können deshalb durch Stallmist und Kot verbreitet werden. Die Inhaltsstoffe sind wenig erforscht.

ACHTUNG ! Nicht verwechseln mit dem rotblühenden Acker-Gauchheil, da dieser Giftstoffe enthält an denen unsere Vögel Schaden nehmen können.

Download des Mehlwurmfutterautomaten incl. näherer Beschreibung im pdf-Format

Letztes Update: Montag, 1. Mai 2017